Tiere im Krieg

Tiere im Krieg

Sammelrezension von Tom Zimmermann
Der Text erschien ursprünglich im Magazin TIERBEFREIUNG: Heft 97. Dezember 2017. S. 26–28.

Seit der Antike werden nichtmenschliche Tiere in menschlichen Kriegen verbraucht. Sie dienen dem Menschen dabei als Transportmittel, als Nachrichtenüberbringer*innen, als Einschüchterungssymbol und auch als Waffen.

Im Folgenden sollen drei Publikationen vorgestellt werden, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven und in unterschiedlicher Form dem Thema Tiere im Krieg annähern.

Den Anfang macht der, von Rainer Pöppinghege herausgegebene, Sammelband Tiere im Krieg – Von der Antike bis zur Gegenwart aus dem Jahr 2009. Veröffentlicht wurde das einführende Werk beim Verlag Ferdinand Schöningh in Paderborn. Das Buch gliedert sich in drei größere Abschnitte: „I Bellizierung“, „II Mystifizierung“ und „III Medialisierung“ und schlägt, wie im Titel versprochen einen Bogen von der Antike bis zur Gegenwart. Der Aufbau entspricht dabei nicht einem Chronologischen, sondern widmet sich verschiedensten Tierarten bzw. unterschiedlichen Nutzungs- und Ausbeutungsformen. In Insgesamt 16 Beiträgen widmen sich die Autor*innen verschiedensten nichtmenschlichen Tieren, ergänzt werden die Beiträge durch ein Editorial des Herausgebers. Pöppinghege beschreibt in seinen einleitenden Worten auch die Stoßrichtung des Buches und der einzelnen Beiträge. „Nicht Sentimentalität, sondern die Analyse des strukturellen Einsatzes von Tieren im Kampfgeschehen durchzieht die einzelnen Artikel“ (Pöppinghege, S. 8 ). Neben dieser Gemeinsamkeit sind auch alle Texte relativ kurzgehalten und als Einführung in die jeweilige forschungsperspektive geschrieben.

Im ersten Abschnitt widmet sich der Beitrag von Holger Müller nichtmenschlichen „Tiere(n) als Kostenfaktor in antiken Kriegen“. Als Beispiele wählt der Autor* Pferde und Elefanten. Mit Kriegselefanten in der Antike beschäftigt sich auch der folgende Text von Sebastian Buciak. Die beiden anschließenden Beiträge setzen den Einsatz von Pferden in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen. Für den europäischen Raum im Mittelalter wirft Martin Claus die Frage auf, welche Rollen Pferde in mittelalterlichen Kriegen einnehmen konnten. Zentral sind für ihn dabei die Kategorien: Pferde als Waffe und Pferde als Opfer. Felix Schürmann wählt hingegen die Frage: in wie weit Pferde als Moment von Herrschaftsdurchsetzung und -erhaltung menschlichen Gruppen genutzt worden. Dabei beschäftigt er sich mit dem Raum des südwestlichen Afrikas. Im anschließenden Beitrag stehen Kamele im Mittelpunkt der Betrachtungen von Elmar Janssen. Er spürt dabei der Nutzung von Kamelen als Kavallerie nach. Tauben als Überbringer*innen von Nachrichten im ersten Weltkrieg werden von Rainer Pöppinghege und Tammy Proctor genauer betrachtet. Mit den Fragen der Auswirkungen von Tierseuchen auf Tiere, die im Krieg dienen mussten und auf die menschlichen Reaktionen auf diese Seuchen beschäftigt sich Anne-Kathrin Wese. Jodok Troy geht mit seinem Aufsatz der Kriegsnutzung von Honigbienen nach. Dem afghanischen Jihad zwischen 1985 und 1992 und der Rolle von Maultieren bei Waffenlieferungen widmet sich der letzte Beitrag des Kapitels Bellizierung von Albert Stahel. Das zweite Kapitel Mystifizierung widmet sich den Bildern und Projektionen von und auf Tiere in Zeiten des Krieges. Mit einem der klassischen Wappentiere und dem Wandel der Wahrnehmung dieses beschäftigt sich der Aufsatz von Matthias Naumann. Löwen und Löwinnen stehen im Zentrum seiner Betrachtung. Heiko Hiltmann untersucht „altnordische Tierkrieger-Erzählungen“ und sucht dabei Nach dem Bild des „Tier im Mann“. Im dritten Beitrag des Kapitels Mystifizierung geht Boria Sax auf die Propagandawirkung der „Tower Ravens“ aus London im zweiten Weltkrieg. Das dritte Kapitel Medialisierung widmet sich der Darstellung von nichtmenschlichen Tieren in verschiedensten Medien. In einem ersten Beitrag geht Gene M. Tempest für die Zeit des ersten Weltkrieges, der Frage nach in welchen Medien Pferde ihre Spuren hinterlassen haben. Mit dem „publizistischen Rückzugsgefecht“ der deutschen Kavallerie seit dem Jahr 1918 beschäftigt sich Rainer Pöppinghege in seinem zweiten Beitrag in diesem Band. Mit der Hündin Laika beschäftigt sich Roman Marek und stellt sie dabei als „Versuchstier, Propagandawaffe und Heldin“ vor. Den Abschluss des inhaltlichen Buchteils bietet Ramon reichert. In einer Überblicksdarstellung nähert er sich der „Medialisierung des Tieres als Protagonist des Krieges“. Abgerundet wird das Buch durch Hinweise auf die Autor*innen.

Wie bereits beschrieben sind die Texte als Einführung zu ihren jeweiligen Forschungsfragen gut nutzbar. Kritisch anzumerken ist das große Übergewicht an männlichen Autoren – auch wenn dies durchaus die wissenschaftliche Praktik widerspiegelt. In einem kritischen Bereich der Human-Animal Studies sollte jedoch auch bei Autor*innenauswahl auf gendergerechtere Verteilungen achten.

Einen anderen Weg, als die einzelnen Aufsätze in Pöppingheges Tiere im Krieg schlägt Malin Gewinner mit ihrem ersten Buch ein. Die Anthropomorpha: Tiere im Krieg wurde 2017 im Berliner Verlag Matthes und Seitz herausgegeben. Das Werk gliedert sich in zwei größere Teile. Im ersten stellt Gewinner in Form eines Essays ethische Fragen an das Mensch-Tier-Verhältnis im Allgemeinen und in „Kriegszeiten“ im Besonderen. Genauer gesagt fragt sie: „Woher kommt die Selbstsicherheit, mit der der Mensch Tiere für seine Zwecke nutzt? Welche Konsequenzen hat das für Mensch und Tier, und wie und warum gerät die Vormachtsglaube des Menschen gerade in Kriegszeiten ins Wanken?“ (Gewinner, S. 21). In wenigen Seiten spürt Gewinner der Mensch-Tier-Beziehung auf verschiedensten Fährten nach. Vom Bild des Wegbegleiter , welches sie als dieses Entzaubert und klar auf das hierarchische Verhältnis zwischen Menschen und anderen Tieren hinweist. Auf Ideengeschichtliche Entwicklung, wie beispielsweise die Idee Rene Descartes das Tiere nur Maschinen seien („Kriegsmaschinen“; „Tiermachinen“) wird ebenso thematisiert wie die unterschiedlichen Tier- und Menschenbilder (auch deren Verschiebungen im Krieg) in verschiedenen zeitlichen Kontexten. Auch die „Menschwerdung“ von Tieren in kriegerischen Auseinandersetzungen wird angesprochen. An dieser Stelle sein vor allem die Nutzung von Kleidung – also Uniformierung – und die Ausrüstung von nichtmenschlichen Tieren erwähnt. Durch diese Utensilien werden die genutzten Tiere scheinbar direkter Teil „der Truppe“ und dadurch verschiebt sich die Mensch-Tier-Grenze in Kriegszeiten. Ähnlich funktioniert die Idee der „Kameradschaft“, die wohl am häufigsten für Pferde und Hunde genutzt worden. Der zweite Teil ist die eigentliche Enzyklopädie. Insgesamt werden 32 Tierarten vorgestellt die für menschliche Zwecke im Krieg genutzt wurden. „Das Augenmerk liegt dabei auf Tieren, die dem Menschen durch antrainiertes oder instinktives Verhalten oder als chirurgisch modifizierte Cyborgs bei kriegerischen Handlungen direkt von Nutzen [für den Menschen. Anm. T.Z.] sind“ (Gewinner, S. 57). Damit umreist Gewinner auch die grob die vorgestellten Tierarten. Auch in der Enzyklopädie von Malin Gewinner wird ein zeitlicher Bogen von der Antike bis in die Gegenwart gespannt. Die einzelnen Beiträge sind kurz und verständlich geschrieben und werden durch Literaturverweise ergänzt. Auch die Nutzung von Bildern der einzelnen genutzten Tierarten, in unterschiedlichen zeitlichen Kontexten, macht die Szenarien in denen Tiere im Krieg auftraten und Auftreten anschaulicher. Von antiken Kriegselefanten über Mäuse, Fledermäuse, Katzen, Pferden, Hunde bis zu Kamelen, Lamas und Tauben reicht das vorgestellte Tierspektrum. Innerhalb der einzelnen Beiträge wird auf die unterschiedlichen Nutzungen einzelner Tierarten hingewiesen. So beispielsweise, wenn Tauben einerseits mit einer Kamera ausgerüstet werden um aus der Luft den Boden zu überwachen oder andererseits als Überbringer*innen von Nachrichten genutzt werden. Oder wenn Hunde einerseits mit Gasmasken ausgerüstet werden um ihr Leben vor Gasangriffen (im ersten Welkrieg) zu schützen und andererseits mit Bomben ausgerüstet als „Panzersprenghunde“ eingesetzt wurden. Die Beiträge verweisen ebenfalls darauf, dass die Nutzung zeitlichen und räumlichen Gegebenheiten unterworfen ist. So wurden in antiken Kriegen andere Eigenschaften von nichtmenschlichen Tieren herangezogen als in modernen Auseinandersetzungen. Andererseits werden jedoch auch Kontinuitäten aufgezeigt. So die Nutzung von Pferden, Kamelen, Eseln und anderen für den Transport von Kriegsmaterial. Im Anschluss an die Enzyklopädie bietet Gewinner noch ein – für die Größe der Publikation – ausführliches Quellen- und Literaturverzeichnis an. Ergänzt werden die Textteile noch durch insgesamt 24 Abbildungen, die unterschiedliche Tierarten in den verschiedensten Situationen kriegerischer Auseinandersetzung zeigen. Das Werk von Malin Gewinner bietet auf Grund der Form einen sehr guten Einstieg in die Thematik „Tiere im Krieg“. Sowohl der einführende Essay, der die Mensch-Tier-Beziehung im Allgemeinen und im Kontext des Krieges im Besonderen beleuchtet. Als auch der Teil der Enzyklopädie, bieten umfangreiche Literaturverweise und einen ersten Einstieg in das übergeordnete Thema als zu einzelnen Tierarten. Die Ergänzung durch das reiche Bildmaterial, verstärkt den Eindruck einer gelungenen thematischen Einführung. Die Bilder sind nicht „schön“, zeigen aber anschaulich das Leben und auch Sterben von nichtmenschlichen Tieren in menschlichen Kriegen.

Die dritte Publikation ist die aktuelle Ausgabe des Fachmagazins Tierstudien, welche sich in ihrer 12 Ausgabe Schwerpunktmäßig mit „Tiere[n] und Krieg“ beschäftigt. Die Ausgabe erschien im Oktober 2017 im Neofelis Verlag in Berlin und wurde von Jessica Ullrich gemeinsam mit Mieke Roscher herausgegeben. Die aktuelle Ausgabe des Fachmagazins für Human-Animal Studies wartet mit 12 Textbeiträgen und drei „Künstlerische[n] Positionen“ auf. Die Herausgeber*innen der Ausgabe ergänzen ein Editorial.

Im ersten Teil Tiere auf dem Schlachtfeld nähern sich die Autor*innen nichtmenschlichen Tieren im Kontext verschiedenster Quellen und „Nutzungsmöglichkeiten“ an. Im ersten Beitrag von Daniel Lau, werden verschiedenste Formen der militärischen Nutzung von Tieren im mesopotamischen Raum vorgestellt. Lau, der sich auf Antike Kriege bezieht, macht sich dabei dafür stark, neben literarischen Quellen auch Bildquellen bei der Untersuchung von Tieren im Krieg einzubeziehen. In seinem Beitrag beschreibt er beispielhaft Equiden, Dromedare und Hunde als Teilnehmer*innen von Schlachten, sowie Geier als Kriegsfolger. Im daran anschließenden Beitrag von Klemens Wiedekind stehen Pferde im Kontext der kolonialen Herrschaftssicherung im Mittelpunkt. Der Einsatz von Pferden wird hier im Kontext der Unterdrückung kolonisierter Bevölkerungsgruppen analysiert. Auch der Umgang mit Krankheiten der Pferde, am Beispiel der sogenannten Pferdesterbe, die die Sicherung der Herrschaftsbeziehung der deutschen Kolonisier in „Deutsch-Südwestafrika“ bedrohten werden thematisiert. David M. de Kleijn analysiert in seinem anschließenden Aufsatz das Pferdebild und die damit verbundenen Leiterzählungen im ersten Weltkrieg. So wird unteranderem die Funktion des „Stummen Kameraden“ für die menschlichen Soldaten und deren Erzählungen untersucht.

Im zweiten der Tierstudienausgabe zu Tieren im Krieg widmet sich der Frage wie Tiere zu Krieger*innen konzipiert werden. So beschreibt Renke Kruse die fiktive Auseinandersetzung zwischen Ameisen und Mücken in Hans Christoph Fuchs‘ der Mückenkrieg . Hier wird auf die Konstruktion von Masse (Insekten) und Massenkrieg hingewiesen. Imfolgenden Beitrag beschäftigt sich Martina F. Biebert mit Spürhunden im „War on terror“. Anhand von Feldprotokollen untersucht sie mit Nutzung des Aktantenkonzepts von Bruno Latour die humanimalische Verbindung von Hund und Hundeführer in einer Situation ständiger Kriegsbedrohung.

Der dritte Teil der aktuellen Tierstudienausgabe trägt den Titel Animalisierung des Krieges. Im ersten Beitrag dieses Abschnittes wird auf sprachliche Dehumanisierungsstrategien innerhalb der nationalsozialistischen Ideologie geschaut. Carla Swiderski untersucht dabei, wie über die Entmenschlichung und Vertierlichung von Menschengruppen ein Szenario der Bedrohung konstruiert wurde, verstärkt wurde dieses noch durch die Nutzung von sprachlichen Facetten aus dem Bereich der Bakteriologie. Die Beschreibung von Jüdinnen und Juden als „Parasiten“ entlarvt sie dabei als „Umkehr der Bedrohungsverhältnisse“. Helmut Höge geht in seinem Aufsatz „Über Tiernamen als Waffe“ auf die Nutzung von Tierbezeichnungen innerhalb der Bundeswehr ein. Nichtmenschliche Tiere, bzw. deren Namen und die damit verbundene symbolische Aufladung (z.B. Stärke, Ausdauer,…) werden von militärischen Institutionen genutzt. Er beschreibt ein ganzes Sammelsurium von Tiernamen die innerhalb der Bundeswehr genutzt werden. Puma, Marder, Wiesel sind nur einige Namen die Panzer in der Geschichte der Bundeswehr trugen und die von Höge genannt werden.

Im vierten Abschnitt wird „Der Krieg gegen die Tiere“ thematisisert. Der Text Der Krieg gegen die Tiere. Herrschaft. Recht und Souveränität von Dinesh Joseph Wadiwel, wurde von Mieke Roscher für diesen Band übersetzt. Der Text fand Einzug in die Tierstudien da er versucht die Konzepte Michel Foucaults und Giorgio Agamben‘s auf das Mensch-Tier Verhältnis anzuwenden. Dabei wird im Anschluss an die beiden genannten Denker argumentiert „dass dieser Akt forlaufender Gewalt im Kontext von Krieg, Vorherrschaft und Biopolitik verortet werden kann“. Im letzten textbasierten Beitrag der Tierstudien widmet sich Amina Grunewald der Erinnerungskultur an Tiere. Dabei nutzt sie das Beispiel des „Animals in War Memorial“ in London. Kritisch hinterfragt sie die Einbindung von nichtmenschlichen Tieren in den Erinnerungskontext von Kriegen.

Abgerundet werden die Textbeiträge noch durch drei künstlerischen Positionen. In Form von Collagen setzt sich Vanessa Karrè in „Angst Angeln“ mit dem Mensch-Tier-Verhältnis auseinander. Dabei inszeniert sie „Trophäenbilder“ von Anglern mit Bildern von „Seeungeheuern“. In insgesamt drei Werken thematisiert Sebastian Meschenmoser den Krieg zwischen Menschen und Tieren. In der Tradition der Darstellung umgekehrter Welten rückt er Tiere als Akteure in den Mittelpunkt, die symbolhaft für ein verändertes Mensch-Tier-Verhältnis kämpfen. Damit stellt er die Hegemonie des Menschen über die Tiere in Frage. Im abschließenden künstlerischen Beitrag setzt Michael Oatmann „Raubvögel“ in einen anderen Kontext. Ebenfalls in Form von Collagen, wobei er Bilder aus ornithologischen Handbücher nutzt und verändert, thematisiert er Zuschreibung. Er gibt den Raubvögeln Waffen und verändert so das Bild des „Raubvogels“.

Warum die Beschäftigung mit Tieren im Krieg, für die Human-Animal Studies interessant sind, beschreiben die beiden herausgeber*innen bereits im Editorial: „Aus Sicht der Human-Animal Studies kann ihre Untersuchung [die der Tiere im Krieg, Anm. T.Z.] als Brennglas für die vertiefte Befassung mit der Mensch-Tier-Sozialität genutzt werden.“

Die drei vorgestellten Publikationen bieten alle einen guten Einstieg in die Thematik Tiere im Krieg. Die unterschiedlichen Formate können sich dabei gut ergänzen. Der Sammelband von Pöppinghege schlägt einen großen zeitlichen und räumlichen Bogen und ermöglicht es so, einzelne Themengebiete unabhängig voneinander anzugehen. Die einzelnen Beiträge dienen als Einführung zu ihrer jeweiligen Fragestellung und sind durchweg gut lesbar. Auch wenn der Beitrag von Bora Sax, als einziger englischer Beitrag, etwas wie ein Fremdkörper wirkt. Die Enzyklopädie von Malin Gewinner bietet vor allem im zweiten Teil des Buches die Möglichkeit in relativer kurzer Zeit die Nutzung von einzelnen Tierarten die im Krieg ausgenutzt wurden nachzuschlagen. Die kurzen Lexikonbeiträge werden durch ein Literaturverzeichnis ergänzt, was die weitere Arbeit zum Thema stark vereinfacht und erleichtert. Die Ausgabe der Tierstudien bietet den aktuellsten Forschungsstand im Bereich der Human-Animal Studies zu Thematik Tiere im Krieg. Vorteilhaft an der Ausgabe ist auch die Nutzung künstlerischer Positionen, dadurch werden den Texten Visualisierungen zur Seite gestellt die zum Nachdenken über die Mensch-Tier Verhältnisse anregen. Die Texte der Ausgabe dienen ebenfalls der Einführung in die große Thematik. Der Vorteil an der Tierstudienausgabe ist ebenfalls, das eine große Bandbreite an Methoden und Zugängen vorgestellt wird. Die gewählte Publikationen sind nur ein Bruchteil der Veröffentlichungen zum Thema Tiere im Krieg. Ich hoffe das die Auswahl und Vorstellung der Werke den interessierten Leser*innen hilft sich dem vielschichtigen und mehrdimensionalen Thema anzunähern.