Die broschierte Reihe richtet sich an Akademiker*innen aus den historischen, altphilologischen und archäologischen Disziplinen, die sich der Erforschung der vielfältigen Mensch-Tier-Beziehungen widmen. Zeitliche oder geografische Grenzen werden dabei nicht vorgegeben. Sowohl Sammelbände zu einem übergeordneten Thema als auch monographische Abhandlungen sind zur Veröffentlichung in der Reihe vorgesehen. Argos erscheint in unregelmäßigen Abständen im Format 17 x 24 cm mit Softcover und in Fadenheftung.

Voranfragen von Autor*innen sind jederzeit willkommen unter der Email:
argos@animot-verlag.de

Argos 1: Gewalt gegen Tiere

Argos 2: Von Stiermenschen und Schlangendrachen


Call for Papers: Die Mensch/Nichtmensch-Beziehungen der Jagd (english version below)

Argos – historische & archäologische Tierstudien, Sommer 2021
Herausgegeben von Daniel Lau

Einer der nächsten Bände der Reihe Argos – historische & archäologische Tierstudien widmet sich dem Thema Jagd.

Jagd ist eine Form von Gewalt und die für die moderne Jägerschaft im Regelfall gefahrlose Jagd ist zugleich Ausdruck eines asymmetrischen Machtverhältnisses gegenüber den gejagten Nichtmenschen. Die Geschichte der Jagd ist durch die vielfältigen mit ihr verwobenen Mensch-Nichtmensch-Verhältnisse geprägt und gewachsen. Sinn dieses Sammelbandes zur Jagd ist es jedoch nicht, darzustellen wer gejagt worden ist, und es sollen auch nicht die zur Jagd gebräuchlichen Waffen oder Methoden vorgelegt werden. Vielmehr soll Gelegenheit dazu geboten werden die Beziehungsgeflechte offenzulegen, die durch die Jagd erst entstehen. War Jagd geächtet oder geachtet? Wie wurde die Tötung an Nichtmenschen legitimiert? Lässt sich es eine symbolische oder metaphysische Verknüpfung zwischen Jäger*in und den Gejagten belegen? Wie sieht die Jagd im Kulturvergleich aus? Was ist mit der Geschichte von Jagdgegnerschaft und Jagdsabotage? Auch der Mensch wurde gejagt, aber wie entfaltete sich die Narrative der „Menschenfresser“? Wie stehen das sogenannte Raubtier und der Mensch zueinander in Beziehung? Jagd auf Nichtmenschen impliziert auch Jagd auf Menschen, denen ihr Status als Mensch abgesprochen wurde – welche Techniken der Dehumanisierung wurden praktiziert?

Argos – historische & archäologische Tierstudien möchte ein Forum für die Erforschung dieser Thematik bieten und lädt Wissenschaftler*innen unterschiedlicher historischer, philologischer und archäologischer Disziplinen, von der Steinzeitforschung bis zur jüngsten Geschichte und ohne geografische Beschränkung, dazu ein ihre Gedanken beizusteuern.

Senden Sie uns bitte eine kurze Zusammenfassung Ihrer Idee, von nicht mehr als 2.000 Zeichen, bis zum 31. Mai 2020 an argos@animot-verlag.de.

Die fertigen Texte sollen 75.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen und Literatur) möglichst nicht überschreiten und müssen bis zum 31. Dezember 2020 eingereicht werden. Geplanter Erscheinungstermin ist Juni/Juli 2021.


Call for Papers: The Human/Non-Human Relationship of Hunting
ARGOS – Historical & Archaeological Animal Studies to be published in Summer 2021
Edited by Daniel Lau

One of the next volumes in the ARGOS-series is devoted to the subject of hunting. Hunting is a form of violence and hunting, which is generally safe for modern hunters, is at the same time an expression of an asymmetrical power-realtion towards the hunted non-humans. The history of hunting is shaped by the diverse human/non-human relationships. The purpose of the upcoming anthology on hunting, however, is not to depict who was hunted, nor should the weapons or methods used for hunting be presented. Rather, we would like to offer an opportunity to reveal the network of relationships hunting creates. Was hunting banned or respected? How was the killing of non-humans legitimized? Could there be a symbolic or metaphysical link between the hunter and the hunted? What does hunting look like in a cultural comparison? What about the history of hunting sabotage? Humans were also hunted, but how did the “man-eater” narrative develop? How do the so-called predator and humans relate to each other? Hunting non-humans also implies hunting people who have been denied their human status – what techniques of dehumanization have been practiced?

ARGOS – historical & archaeological animal studies would like to offer a forum for the research of this topic and invites scientists from different historical, philological and archaeological disciplines, from stone age-research to recent history and without geographical limitation, to contribute their thoughts. Please send us a brief summary of your idea, of no more than 2,000 characters, by May 31, 2020 to argos@animot-verlag.de. The finished texts should not exceed 75,000 characters (including spaces and references) and must be submitted by December 31, 2020.

The planned date of publication is June / July 2021.